17. Dezember 2008

Was geschieht? - schulgesetzlich verordnete Gottes-Ehrfurcht!

Meine 42 Beiträge zum WDR-Forum "Staatlich verordneter Glaube?"
(10. August bis 20. August 2006 als Frager, Nichtwisser, Geschehensbeauftragter...)

Zu meinen 42 Beiträgen habe ich ein neutestamentliches Zitat eines Teilnehmers vom 18. August übernommen und die „letzten Worte“ des „moderierenden Forum-Schließers“ vom 21. August; denn andere Beiträge darf ich nach den WDR-Regeln nicht verwenden.

Am 10. August 2006 12:50 schrieb
Bruno Reisdorff
Ist Religiosität „an Glauben gebunden“?
Ausnahmslos alles geschieht. Es gibt keine „endgültigen Endzustände“!
Daran zu glauben, ist vollkommen sinnlos; denn es gibt kein gesicherteres Wissen als das Wissen um diese Tatsache. Unser Vorstellungsvermögen ist jedoch mit diesem Wissen überfordert. Wenn man dieses Wissen jedoch „unbedingt“ an „vorstellbaren Haltepunkten festmachen“ will, „landet“ man schließlich immer wieder in „Gottes- und Wahrheitsvorstellungen per Glaubensdurchführungsverordnung“.

Nicht Glauben macht religiös, sondern die immer wieder notwendige Frage, „was geschieht eigentlich wirklich?“, die angesichts des erkennbaren Geschehens immer wieder unausweichlich zur „gewissenhaften Fragenfolge“ führt:
1. Was ist, was geschieht, welche positiv-schöpferischen und welche einengend-zustandsfixierten Entwicklungsrichtungen sind möglich?
2. Wie kann ich Werden (also durch sprichwörtliches „Hinsehen“ erkennbare positive Entwicklungsmöglichkeiten) nach Kräften fördern?


(2.) 10. August 2006 14:05 schrieb Nichtwisser
Im Bestreben, Realität handhabbar zu „machen“, „landet“ man allzu häufig in „orts-orientierter Projektions-Forschung“: Man glaubt „an einer bestimmten Stelle“ das Geschehen „feststellen“ zu können. Der „Ort“ („orts-orientierter Projektions-Forschung“) ist eine vorstellungsfixierte „Größe“ mit Absolutheitsanspruch, der man einen Namen „verpasst“.
Wie zu „Kaisers Zeiten“ Neocortex mit der geistigen Elite und limbisches System mit dem Pöbel verglichen wurde, faszinieren heute bemerkenswert häufig „computerliche“ Programmierungs-Möglichkeiten das Vorstellungs-Vermögen.
Ich habe also eben erstaunt „lesend feststellen dürfen“, dass die unentrinnbare Integrität allen Geschehens sich an einer bestimmten Stelle im Schläfenlappen „abspielt“.
Erfolgreiches Stimulieren...


(3.) 10. August 2006 15:13 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Solange wir unseren Projektionen mehr „zutrauen“ als dem Geschehen, führt uns die unbenennbare Integrationskraft allen Geschehens unsere Idiotie vor Augen. (Wegschauen?)
Unbenennbar?
„Ich werde dasein, als der ich dasein werde.“
(Moses fragte vor über 3000 Jahren, was er „den Söhnen Israels“ sagen sollte, wenn sie ihn „um seinen Namen“ fragen.)
Worüber wird in diesem Forum eigentlich „gefachsimpelt“?


(4.) 10. August 2006 16:06 schrieb Frager
1. Es gibt nichts anderes als unwiederholbar-unvergleichliches Geschehen/Werden. Über (oder unter) Geschehen/Werden oder an Geschehen/Werden vorbei geschieht/wird nichts.
2. Alles geschieht/wird zwischen – nirgendwo sonst. (Auch Materie geschieht so.) Da man (sich) Geschehen/Werden/Leben nicht vorstellen kann (Geschehen ist nicht vorstellungs-kompatibel), sollte man Geschehen/Werden keinesfalls „an bestimmten Stellen verankern“ wollen.
3. Geschehen entlässt niemals. Es ist absolut integrativ. Die erkennbar unermessliche Geradlinigkeit des Ewig-Gültigen ist vielen Menschen (noch) nicht bewusst – aber sie wird allen bewusst. Sie lässt sich nichts vormachen.
4. Man sollte sie also nicht über das Zurechtfinden im Alltäglichen „einfach vergessen“ wollen.
5. Wirkliches Vertrauen, ein zugleich unfassbares und sehr konkret erfahrbares Zwischen-Phänomen, kann nur nach unablässig konkretem Bemühen in allen erkennbaren Zwischen- Bereichen des ewigen Geschehens/Werdens
werden...

Folgende Zeilen hatte ich als Frager ebenfalls in das WDR-Textfeld eingegeben:
 9. und findet sich da ein, wo sorgend und aufrichtig danach gefragt wird, was wirklich geschieht (geschehen ist).
10. Man sollte sich nicht von Attraktionen (verschiedenster Art) faszinieren lassen. Sonst besteht die Gefahr, gierig zu werden und „Wesentliches vergessen“ zu wollen...

Sie wurden aber automatisch hinter werden... abgeschnitten, weil sie „zu viel“ waren.
Trotzdem nicht den Humor verlieren, sonst ist es wirklich viel zu spät... 
Wie mir diese folgenreich unerhörte Sinnkonsequenz des Dekalogs aufgefallen ist, ist in Mosaische BEWUSSTWERDUNGs-FOLGE.pdf nachlesbar. 
Welcher »zu endgültig-ehrfürchtiger WIE-GESCHIEHT?-Fragen-Vermeidung entschlossenen Glaubensrichtung« könnte es irgendwann als extrem auffällig »erscheinen«, dass ich UNGLÄUBIGER auf der dritten Seite Mosaische BEWUSSTWERDUNGs-FOLGE.pdf eine in den vielen „kirchlich-vereinfachten“ Dekalog-Versionen entfernte Stelle auffällig gold-kalbig hervorheben musste: ...auf  Erden...?
Denn: was auf Augenhöhe „...auf  Erden...“ (also anders als: „...oben im Himmel...“ & „...unter der Erde...) sichtbar geschieht, ist als „dem menschlichen Vorstellungsvermögen exakt entsprechendes Geschehen“  unter anderem römisch‐katholisch‐dogmatisch festgelegt, zwar nicht „genauso formuliert“ – aber überprüfbar… eindeutig eigentlicher „Glaubens-GRUND“: Vorgestellte Unveränderlichkeiten, von denen aus man sich sogar >zuverlässig in gemeinsam vorstellbare Höhen emporzählen< kann? 
(5.) 10. August 2006 16:55 schrieb Frager
 Wer „Gott“ in einen „statischen Vollendungszustand“ hineinprojiziert, gibt damit zu, dass er nichts anderes als ein maximal optimiertes Vorstellungsmodell für den „absoluten Überlegenheitszustand“ sucht. (Ich glaube nicht daran, dass Gott an dieser Suche beteiligt ist.)
Ist der „Gott“, vor dem wir „schulgesetzlich Ehrfurcht haben sollen“, ein fehlerfeindlicher Überlegenheits-Streber?


(6.) 10. August 2006 17:36 schrieb Frager
An (...):
Keine Schlange hat je eine (verbotene) Frucht angepriesen, sondern beim Menschen (Adam & Eva) die absurde Vorstellung „angeregt“, sich aus der unentrinnbaren Integrität von Werden/Geschehen vorbeischlängeln zu können, um sich in geschehensüberlegene Positionen (also in „geschehensferne Überlegenheitszustände“) zu „entwinden“, die grundsätzlich die unentrinnbare Frage nach dem „Wohin“ (wo bist du?) nach sich zieht.
Der (an Zuständen und Abständen) „festhaltende Lebensentwurf“ verleitet dazu, daran zu „glauben“, dass man sich in geschehensüberlegene Positionen (also in „Zustände außerhalb von Geschehen/Werden“) „entwinden“ kann. Das Grundübel der Sicherheit suchenden Unvernunft schreit nach „endsieg-sicheren Systemen“, die in „Zustände“ außerhalb von Geschehen „enthelfen“ sollen. Die „Macht des Bösen“ findet bis heute keinen Anfang und kein Ende, weil sie – unverbesserlich lernunwillig – unablässig nach nicht existenten „Fluchtlöchern“ sucht.  


(7.) 10. August 2006 17:59 schrieb Frager
Nachtrag
Richtig ist:
“Die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes...“
Seltsamerweise ist oft „...klüger als...“ zu lesen...
Ein verhängnisvoller Irrtum!


(8.) 10. August 2006 18:24 schrieb Frager
Noch ein Nachtrag:
Wie sich schließlich Adam über die Schuldzuweisung an „die Frau“ aus der Affäre ziehen wollte, worauf die Frau die Schlange („listiger als alle Tiere des Feldes“) verantwortlich macht – offenbar, weil sie listig genug scheint, sich auf unnachahmliche Weise aus dem Geschehen zu entwinden –, gehört mit zum endlos misslingenden Versuch der „totalen Entfernung von Geschehen“, deren Mittel (erster und letzter Wahl) Lüge und Mord sind. Sohn Kajin wendete diese „Mittel erster und letzter Wahl“ rücksichtslos an. Denn er wollte Geschehen, das nicht seinen Wunschvorstellungen entsprach (Geschehen kann grundsätzlich niemals menschlichen Vorstellungen entsprechen), mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht wahrhaben.


(9.) 10. August 2006 19:36 schrieb Frager
An kaos:
Gut!
Nicht Glauben macht religiös – sondern Fragen...
Was anders kann RELIGIOsität bedeuten, als die Unentrinnbarkeit des Geschehens in Gedanken, Worten und Handeln zu beachten?
Oder sollte uns „Religion“ das vorschreiben, was wir uns vorstellen sollen?
Seit wann ist Schöpfung eigentlich beendet? Wo verlaufen die „Grenzen“ zwischen Geschehen und Schöpfung?
(10.) 10. August 2006 21:03 schrieb Frager
In einer Straße in Basra lief Rabi’a Al Adawiya (sie lebte etwa von 713 bis 801) mit einer Fackel in der einen, einem Eimer Wasser in der anderen Hand herum. Befragt, warum, antwortete sie: „Ich will Feuer ans Paradies legen und Wasser in die Hölle gießen, damit diese beiden Schleier verschwinden und es deutlich wird, wer Gott aus Liebe und nicht aus Höllenfurcht oder Hoffnung aufs Paradies anbetet.“
(Aus „Mystik und Widerstand“ von Dorothee Sölle)
Präziser kann man m.E. den „weitverbreiteten Glauben an endsiegsichere Überlegenheits-Systeme“ kaum treffen.
Wir sollten also sehr vorsichtig mit unseren Gottes-Vorstellungsmodellen sein...


(11.) 10. August 2006 21:27 schrieb Frager
Man hat nur die Wahl, sich entweder – so gut es eben geht (also sich seiner Grenzen bewusst) – der Wirklichkeit zu stellen oder sich über „zweifelhafte Gefühlsebenen“ in Überheblichkeits-Zustände zu „enthaupten“. Solche „kopflosen“ Zustände „helfen“ nur, der eigenen subjektiven Betroffenheit zu unterliegen. „Autoritäten“ die dieses unwürdige „Oben-Unten-Spiel“ mit der anvertrauten Lebenswirklichkeit als „ewig-gültiges Prinzip“ hinstellen, gibt es gerade heute mehr als genug: Das grenzenlos dümmliche „goldene Kalb“ beherrscht zahllose „Rechtgläubige“, die nicht aufhören, „nach seiner Pfeife zu tanzen“: Wer nicht mitmacht, „muss“ überwältigt („bekehrt“ oder „entfernt“) werden, um in die Endzustandsvorstellungen der jeweiligen Rechtgläubigkeits-Institutionen „einverleibt“ werden zu „können“...
Immer wieder kann man beobachten, dass eigene Vorstellungen über andere Vorstellungen gesetzt werden – das areligiöse Urübel in religiöser Verkleidung...
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Zwei Fotos einer November-2013-Kommentarseite, weil auf jede Dogmatismus-Kritik von MAGIE-GLÄUBIGEN SALAFISTEN nach dem totalitären Entfernungswunsch-Prinzip »re«agiert wurde, das ich am 10.08.2006 beschrieben habe:
 
Weitere endgültige Vernichtung androhende Einzelheiten dieser Kommentarseite sind zu finden: 
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(12.) 10. August 2006 21:50 schrieb Frager
Mein Gott, das ist ja unglaublich, was ich da so übereinstimmend lese:
Vorstellungen können Werden/Geschehen nicht „unter Kontrolle bringen“.
Darauf darf man wirklich vertrauen.
Amen.


(13.) 11. August 2006 09:34 schrieb Frager
Moses von Ägypten wusste es und fand „bekannte Worte“ dazu, Immanuel Kant „bemerkte“ es ebenfalls unüberlesbar:
Geschehen ist nicht „vorstellungskompatibel“. Zweckgebundener Orientierungswille ist mit grundlegender Erkenntnis meist nicht vereinbar. Geschehen ist in letzter Konsequenz nicht an einem fassbaren Ursprung verankert und nicht zeiträumlich einzugrenzen.
So ereignet sich Erstaunliches:
1. Intelligenz verbirgt sich (vor uns) im unüberschaubaren Gesamtgeschehen zumindest soweit, wie Dummheiten sich in Vorstellungen über das Geschehen unerkannt „entfalten“.
2. Intelligenz offenbart sich (uns) im unüberschaubaren Gesamtgeschehen zumindest in dem Maße, wie Dummheit in konkretisierten Vorstellungen über das Geschehen auffällt.

Im Idealfall folgt auf die Fehlleistung die Einsicht. Rücksichtslos angewandte Vorstellung entfernt (sich) aus jeder Verbundenheit zum Geschehen – aus jeder Religiosität.


(14.) 11 August 2006 10:36 schrieb Frager
Auf simple Vorstellungsmodelle fixierte Verhaltensweisen suchen ihren „Realitätsbezug“ in „möglichst endgültigen Zuständen“, die Erich Fromm so treffend in „Die Seele des Menschen / Ihre Fähigkeit zum Guten und zum Bösen“ entlarvt.
Regressive Lebensorientierungen ultrakurz:
1. Irrationale Überlegenheits-Zustände aufgrund subjektiv empfundener „hervorragender Eigenschaften“ persönlicher Art oder auf die „eigene Gruppe“ bezogen (Rasse, Religion, Ideologie usw.).
2. Die Mutter zu ihrem erwachsenen Sohn: „Ich mag nicht, wenn du anders denkst, fühlst und handelst, als ich das von dir erwarte“ – und „Söhnchen“ verharrt in diesen „mütterlich vorgegebenen Zuständen“ und drückt sich vor der eigenen Erfahrung/Entscheidung.
3. Alles, was sich an Lebendigem nicht in die Vorstellungswelt des nekrophilen Charakters eingliedern lässt, „muss“ in beherrschbare Einzelteile (Zustände) zergliedert werden, um es nach seinen wirklichkeitsfernen Vorstellungen „beherrschbar zu machen“.



(15.) 11. August 2006 11:22 schrieb Frager
Ich frage mich, woran durch „Gottesvorstellungen per Glaubensdurchführungsverordnungen“ die Ehrfurcht „re-ligiös rückgebunden“ wird und wovon sie „a-religiös abgelenkt“ werden sollte...


(16.) 11. August 2006 11:57 schrieb Frager
Persönliche Verantwortung einerseits (Geschehen lässt uns nicht aus sich raus und vertraut uns seine integrative Unentrinnbarkeit als persönliche Verantwortung an) und Zweckbehauptungs-Weichenstellung andererseits sind die ursystematischen Entscheidungs-Alternativen des Menschen.
Wenn jemand eine mehr oder weniger geschehensferne Behauptung in die sprichwörtliche „Welt“ setzt, um etwas zu erreichen, dient diese Behauptung einem bestimmten Zweck – und berücksichtigt nicht die gewissenhafte Fragenfolge:
1. Was ist, was geschieht, welche positiv-schöpferischen und welche einengend-zustandsfixierten Entwicklungsrichtungen sind möglich?
2. Wie kann ich Werden (also durch sprichwörtliches „Hinsehen“ erkennbare positive Entwicklungsmöglichkeiten) nach Kräften unterstützen?


(17.) 11. August 2006 12:06 schrieb Frager
Einige „relativ alte“ Denker haben ihre „Erkenntnisfäden“ zuerst an den Dingen festgemacht. Sie versuchten in Verfolgung dieser Blickrichtung, „hinter“ das Wesen der Dinge und hinter komplexe Wesens-Seins-Zusammenhänge zu kommen. Hinter den Vergänglichkeiten vermuteten sie das absolut unveränderlich Perfekte, das alles bewegend zusammenhält: die Bewegungsursache, den metaphysischen Beweger. Das hatte die verheerende Folge, dass ein wegen seiner absoluten Vollkommenheit unveränderlicher Gott als Ursprung und Verwalter „für wirklich alles“ konstruiert und „hoch-definiert“ wurde. Das Führer-Gefolgschafts-Unwesen hatte sein „statisches Urmodell“: statische Vollendung als „erstrebenswerter Zustand“. Wer „Gott“ in diesen „statischen Vollendungszustand“ hineinprojiziert, gibt damit zu, dass er nichts anderes als ein maximal optimiertes Vorstellungsmodell für den „absoluten Überlegenheitszustand“ sucht. Gott – ob man an ihn glaubt oder nicht – ist an dieser Suche nicht beteiligt.

(18.) 11. August 2006 12:37 schrieb Frager
Was der Mensch „sich so denkt“...
Vor allem Moses sah sehr früh, dass das, was man „sich denkt“, sehr viel mehr mit dem „Sich“ des „sich was Denkenden“ zu tun hat – als mit dem Geschehen. Eine „reine“ Vernunft, die Geschehen und (unsere) Vorstellung (über Geschehen) „vereinigen“ könnte, gibt es nicht. Aber eine behutsam fragende Intelligenz, die die Vorstellungen über das, was geschieht, als einen vorläufigen Behelf akzeptiert, die gibt es. Diese fragende Intelligenz hilft uns dabei, unsere individuell einzigartige Begrenztheit (in Erkennen und Handeln) immer neu als einzigartig schöpferische Chance zu erkennen.

Hilde Domin:
„Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise – wie einem Vogel – die Hand hinhalten“ ...?


(19.) 11. August 2006 13:20 schrieb Frager
an Frau (...)
Warum Schuldgefühle „kultivieren“?
Eltern werfen oft durch ihre unbewältigten Probleme lange Schatten auf die Entwicklung der Problembewältigungsfähigkeiten ihrer Kinder. Das ist normale und viele Generationen übergreifende „Tradition“ und eröffnet Chancen und Risiken. Eine „entsprechende“ sehr bekannte Textstelle mit erhobenem Zeigefinger:
„Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetaten der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“

Fehler (nicht nur eigene) sind hauptsächlich dazu da, um aus ihnen zu lernen. Das hilft unter anderem, systematische Wiederholungen gleicher oder ähnlicher Fehler zu vermeiden. Das alle Lebensbereiche überschwemmende Angebot der „einzig wahren Gebrauchsanweisungen“ verhindert eigene Erfahrung. Blinder Gehorsam bestimmt die Handlungs-Richtung und engt Wahrnehmung ein.

(20.) 11. August 2006 17:30 schrieb Frager
Sind es bestimmte „religiöse Gottesvorstellungen“, die uns nicht „aus sich raus“ lassen, oder entlässt das Geschehen (das Gesamtgeschehen, die Schöpfung) grundsätzlich nie in „geschehensferne Endzustände“?



(21.) 11. August 2006 22:27 schrieb Frager
Ich möchte Menschen ermutigen, sich in keinem Bereich von irgendwelchen Vorstellungen bestimmen zu lassen. Fast jeder Mensch ist auf seine Weise fähig, sich die Frage zu stellen, „was geschieht (hier) eigentlich wirklich?“! Wenn man etwas Geduld aufbringt und „Vorstellungen entscheidender Kreise“ in Wort und Bild über Jahre dokumentieren kann, die in fast allen öffentlichen Bereichen durch öffentliche Versprechungen, Hoffnungssymbole, Logos, bauliche Attraktionspunkte usw. das öffentlich wahrnehmbare Bild bestimmen, kommt man leicht ins Grübeln: An mehreren Orten feiert das „Goldene Kalb“ im „Babylonischen Turm“ auf erstaunlich „windigen“ Fundamenten „fröhliche Urständ’“ – nicht weniger drastisch als vor mehreren Tausend Jahren. Beide baulichen Attraktionsmodelle waren zwar einigermaßen kurzlebig, scheinen aber in leicht variierter Form ihre aktuell ausdrücklich angepriesene „Faszination und Anziehungskraft“ nicht eingebüßt zu haben.


(22.) 12. August 2006 09:36 schrieb Frager
Das Grundproblem liegt m. E. im „weitverbreiteten Glauben“ an Systeme mit endgültigen Siegeschancen („Endsieg-Systeme“). Die oft zu beobachtende Tendenz, die Welt in oben und unten (meistens Beherrscher und Beherrschte) einzuteilen, um sich auf die als „besser“ bewertete Seite zu schlagen (also die mit den „endgültigen[?] Sieges-Chancen“), verführt zu unterschiedlichsten „Systemen“, die wohl keinen „Bereich“ aussparen. Fürchterlichste Grausamkeiten, zahllose Dummheiten und idiotischste Lächerlichkeiten sind Folge. Die „Sehnsucht“ nach scheinbar „klaren“ Verhältnissen entführt oft aus Ohnmacht-Gefühlen in eine extrem leichtfertige Bereitschaft, in Systemen, Orten, Stellen, Zuständen, Haltungen, Figuren usw. die eigentlichen Geschehens-Beherrscher zu sehen. Wenn man bis in Einzelheiten genau aufzählen könnte, welche Systeme, Zustände, Figuren, Orte usw. bisher in scheinbar „unanfechtbare Herrscherpositionen“ zweckbehauptet wurden, würde man wahrscheinlich...
(23.) 12. August 2006 09:55 schrieb Frager
Nicht nur in meinen Augen sind diese Versuche, sich aus dem Geschehen „systemgläubig davonzumachen“, Wirklichkeitsausfälle in Wahrnehmung und Handlung.

Martin Buber sagt: „Die Urgefahr des Menschen ist die „Religion“. Weltleben und Gottesdienst laufen unverbindlich nebeneinander her; aber der „Gott“ dieses Dienstes ist nicht mehr Gott, es ist der bildsame Schein...“
Abraham J. Heschel fand zu diesem Problem u.a. diese Worte:
„Die Tafeln werden jedes Mal zerschmettert, wenn das Goldene Kalb aufgestellt wird.
Religiöses Denken, Glauben und Fühlen gehört zu den trügerischsten Aktivitäten des menschlichen Geistes. Oft nehmen wir an, dass es Gott ist, an den wir glauben, aber in Wirklichkeit ist es vielleicht ein Symbol persönlicher Interessen, bei dem wir verweilen. (...) Deshalb ist die Erforschung unseres religiösen Lebens eine Aufgabe, die ständig neu erfüllt werden muss.“

(24.) 12. August 2006 10:36 schrieb Frager
Fast jedem halbwegs erfahrenen Menschen fallen zu diesem Thema spontan einige atemberaubende „Geschichten“ ein. Das sollte reichen. Doch versimpelnde Schwarzweiß-Orientierungen, die ohne entsetzlich primitive Freund-Feind-Modelle nicht auskommen, ersetzen persönliches Selbsthinschauen und verantwortungsbewusstes Handeln. Verschiedenste Formen „brauchbarer Illegalität“ breiten sich zur Zeit immer weiter aus. „Demokratie“ wird „intern erledigt“. Ignorant nachrationalisierende Erklärungen dienen offenbar als gemeinsame Handlungsbasis. Simple Behauptungen lassen keinen „Raum“ für Fragen.
Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder sachbezogen Widerstand geleistet. Immer wieder sage ich mir, dass man in einer verfassten Demokratie viele Chancen zum Widerspruch hat. Wenn man diese Chancen nicht nutzt, ist man weder verantwortungsbewusst noch demokratiewürdig.


(25.) 12. August 2006 13:27 schrieb Frager
Der Glaube an die Überlegenheit eines „relativ bestimmten“ (Glaubens-)Systems soll – wie „bestimmte religiöse Vorstellungen“ – nicht hinterfragt werden, ist mein Eindruck...
Kann man die Schöpfung (das Gesamtgeschehen) mittlerweile so durchschauen, dass man ihrem „erstaunlichen Zusammenhalt“ mit einem „bestimmten“ Glaubenssystem gerecht werden kann?


(26.) 12. August 2006 14:55 schrieb Frager
Ich habe vor mehreren Monaten untige Frage [hier also die obige Frage: „Kann man die Schöpfung (das Gesamtgeschehen) mittlerweile so durchschauen,...?“] an eine aus islamischen Länder stammende Diskussionsgruppe gerichtet.
Auch an Menschen „bedeutend älterer“ religiöser Herkunft. Alle haben ausnahmslos befreiend gelacht.
Falls eine christlich-kirchliche Laiengruppe bei dieser Frage auch so „kollektiv befreiend“ lachen kann,... wäre die „gesamt-deutsche Religionslandschaft“ für mich „Konfessionslosen“ fast „zum Aufatmen“...


(27.) 15. August 2006 11:20 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Eltern werfen oft durch ihre unbewältigten Probleme lange Schatten auf die Entwicklung der Problembewältigungsfähigkeiten ihrer Kinder. Das ist normale und viele Generationen übergreifende „Tradition“ und eröffnet Chancen und Risiken.

Wie löst man denn Probleme?: Gewissenhaft hinsehen, was geschieht, dann konsequent handeln – und sich nicht irgendwelchen traditionellen Vorstellungsmustern „vorschriftlich unterwerfen“.

Ein „ziemlich alt-sprachiger“ Text, der sich – Konsequenzen ausmalend – mit der gleichen Problematik auseinandersetzt:
„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetaten der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“


(28.) 15. August 2006 11:39 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Begriffe „stehen“ für Geschehen – sie „folgen“ ihm nicht.
Herbeigewünschte Fehlerlosigkeits-Zustände lösen kein einziges Problem. Ernüchternde Realität ist, Fehlerlosigkeits-Phantastereien sind eine wesentliche Problemursache. Nüchtern wachsame Aufmerksamkeit ist unbedingt notwendig.


Meine folgenden beiden Beiträge vom Mittag des 15. August 2006 wurden nachträglich gelöscht:
15. August 2006 12:18 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Die Zahl der „persönlichen Vorstellungsebenen“ ist ja „ziemlich unbegrenzbar“, wie man auch in diesem Forum „lesend erahnen“ kann...
Die für mich interessanteste Frage ist nicht in erster Linie, wie weit sie „voneinander entfernt schweben“ oder sogar „unveränderlich stehen“, sondern wie viel sie überhaupt mit Geschehen „gemeinsam haben“ ... können(!)...
Glaubensgemeinschaftliche Vorstellungen „scheinen“ zu vereinigen – an welchem „Ort“?
Möglicherweise fielen dem löschenden WDR-Redakteur zu „Ort“ bekannte Pilgerstätten ein, die er nicht „verhöhnt wissen wollte“. Ich wollte auf die Gefahr der „örtlichen Verankerung von unvorstellbarem Geschehen“ aufmerksam machen.


15. August 2006 13:21 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Wie sehr immer wieder an „endsiegsichere Geschehensüberlegenheiten“ gemeinsam „geglaubt“ wurde und wer auf welche Weise in eine solche „Überlegenheits-Glaubensgemeinschaft“ verwickelt war, kann man einem aktuellen Bekenntnis entnehmen – und besserwissend auf den „späten Bekenner“ zeigen.
Dieses „späte Bekenntnis“ sollte m.E. in vielfacher Hinsicht ziemlich nachdenklich machen...
Welche „vorgestellte Überlegenheitszustände“ können uns „über“ Geschehen – oder „an Geschehen vorbei“ – FÜHREN?
Ich hätte es ohne „hochaktuelles Anschauungsmaterial“ sehr kurz sagen können: Zwischenmenschliche Kultur ereignet sich im Dialog – nicht „von oben herab“... oder so ähnlich – und fast jeder hätte das als „überflüssige Bemerkung“ gewertet.


(29.) 15. August 2006 22:14 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Ich glaube nicht daran, dass zwischen Religiosität und Philosophie eine solch einfache Trennungslinie gezogen werden kann.

Für mich besteht überhaupt kein Zweifel: Nicht alles, was bisher „religiös gemeint behauptet“ wurde, ist tatsächlich „geschehensfundiert erfragt“.
(Wahrheit lässt sich kaum „behauptend finden“ – aber fragend suchen.)

Der über alle Konfessionsgrenzen hinaus beispielhaft interessierte und sehr nachdenkliche Religionsphilosoph Martin Buber sprach vom „reinen Partnertum, dessen Sprache in Rede und Antwort das Geschehen selber ist...“
Martin M. Buber: „Das erzieherische Verhältnis ist ein rein dialogisches.“

Buber hat sich beispielhaft für ein friedliches Zusammenleben eingesetzt.
Eine solche urreligiös-dialogische Haltung „rückbezieht“ sich eben nicht auf „Vorstellungswelten“, sondern fragend – und handelnd – auf das, was geschieht.

Ist die Frage, „was geschieht eigentlich wirklich“, ohne „Ehrfurcht vor Gott“?


(30.) 16. August 2006 08:32 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Sehr geehrter Herr
(... hatte meinen Beitrag offenbar „beantworten wollen“, ohne ihn gelesen zu haben),

auch auf die Gefahr hin, dass der WDR meinen Beitrag (vom 11.08.06, 9:34) – nach den Forumsregeln „wegen Wiederholung“ – streicht, versuche ich, ihn nachfolgend nochmals vorzulegen. Ich bezeichne mich übrigens als „überzeugten Ungläubigen“, falls Sie weiter meine „Gottesvorstellungsmodelle“ als „Gesabbl’“ darstellen möchten (siehe „Erfassung Ihres Heilandes“ & „zu kleine menschliche Vernunft“).
Der immer vernünftigen Frage, „was geschieht eigentlich wirklich“, sollte man in allen „Geschehensgereich-Bereichen“ ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Die nicht sehr grundverschiedenen Methoden, mit denen man unerwünschte Fragen und Frager „erledigt“, „laufen“ täglich im Fernsehen.
Eigene Vorstellungsmodelle mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ÜBER andere Vorstellungsmodelle zu SETZEN, halte ich für „das URÜBEL“, das offenen Auges fast überall auf der Welt – nicht nur in sogen. „religiösen Bereichen“ – zu erkennen ist.

(31.) 16. August 2006 08:33 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Moses von Ägypten wusste es und fand „bekannte Worte“ dazu, Immanuel Kant „bemerkte“ es ebenfalls unüberlesbar:
Geschehen ist nicht „vorstellungskompatibel“. Zweckgebundener Orientierungswille ist mit grundlegender Erkenntnis meist nicht vereinbar. Geschehen ist in letzter Konsequenz nicht an einem fassbaren Ursprung verankert und nicht zeiträumlich einzugrenzen.
So ereignet sich Erstaunliches:
1. Intelligenz verbirgt sich (vor uns) im unüberschaubaren Gesamtgeschehen zumindest soweit, wie Dummheiten sich in Vorstellungen über das Geschehen unerkannt „entfalten“.
2. Intelligenz offenbart sich (uns) im unüberschaubaren Gesamtgeschehen zumindest in dem Maße, wie Dummheit in konkretisierten Vorstellungen über das Geschehen auffällt.

Im Idealfall folgt auf die Fehlleistung die Einsicht. Rücksichtslos angewandte Vorstellung entfernt (sich) aus jeder Verbundenheit zum Geschehen – aus jeder Religiosität.


(32.) 16. August 2006 16:44 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Zum Kulturfestival des Landes Nordrhein-Westfalen WORAN GLAUBEN? (28. April – 21. Mai 2006) wurde auf einem Gold-Kalb-Plakat folgende 10-teilige „Glaubensinhalts-Liste“ öffentlich gemacht:
1. Superstars,
2. Buddha,
3. Kunst,
4. Prediger,
5. Horoskope,
6. Jugend,
7. Klonen,
8. Mineralien,
9. Fußball,
10. Papst

(Gold-Kalb-Plakat-Link.pdf - weil über www.duisburger-akzente.de nachträglich eine andere Glaubensinhalts-Liste als offizielles WORAN-GLAUBEN?-Plakat angeboten wurde.)


(33.) 17. August 2006 08:46 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Es lohnt sich wirklich, in allen „Bereichen“ Erklärungsmodelle für Determinations-ZUSTÄNDE auf „Herkünfte abzuklopfen“. Ob es sich um gott-väterliche oder neuronale oder um sonstige Eingrenzungsmodelle handelt, die angeblich Entscheidungen bestimmen (sollen), immer wieder „steht“ der feste Glaube an eigentümliche Beherrschungsmodelle dahinter, die wirklich keinen „Her- und Hinleitungsbereich“ auszusparen scheinen. Man schaue sich z.B. die seit „anno Pief“ gebräuchlichsten Hoffnungs-Symbole und –Hin-und-Herleitungsmodelle an. Die Unvereinbarkeit von Vorstellungsmodellen und Geschehen ist wirklich überall ein aufschlussreiches Fragenthema. Auch damit kann man nicht „die Welt erklären“, aber unterschiedlichste „welten-beherrschende“ Vorstellungsmodelle entschleiern. Fragen und suchen muss jeder selbst. Aber damit immer wieder bei Gott anfänglich anzufangen und endlich aufhören zu wollen, führt wirklich zu unhaltbaren ZUSTÄNDEN. Egal, wessen „mein Gott“ gemeint ist.


(34.) 17. August 2006 13:18 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Wir „bewegen uns“ wohl „weitgehendst“ auf einer „Linie“: Denn wo und wann lässt Geschehen nachweislich „aus sich raus“?
Wenn man die begrifflichen Vorstellungsbestandteile der „Ehr-Furcht“ nicht unbedingt in göttlich erzeugten Einklang hineinprojizieren will und sich täglich ansieht und anhört, welche beiden konträren Endzustandsvorstellungen (oben „Ehr“? / unten „Furcht“?) angesichts einer bisher nachvollziehbar erscheinenden „Linie“, die plötzlich nicht mehr „entsprechend linear“ weiterverfolgt werden kann, kollektiv überwältigend wirken (sollen), sollte man sich auch die angewandten Endzustandsvorstellungs-„Ver-Wirklichungs“-Mittel nüchtern ansehen.
Endzustandsvorstellungen sehe ich als „die sichersten Einstiegslöcher der Macht des Bösen“, als „Idiotie pur“.
(Ich verfolge solche absurden Vorstellungs-Spuren seit Jahren dokumentierend – in Wort und Bild.)
Dem Beitrag von „DP noch 59“ (10:41) kann ich nur zustimmen...


(35.) 18. August 2006 11:54 schrieb Frager-Nichtwisser-Geschehensbeauftragter...
2 Fragen von „Frager-Nichtwisser-Geschehensbeauftragter...“ an WDR: Ist das Thema jetzt weitgehend „erschöpft“? Wann machen Sie das Forum zu?
Ein einziger gläubiger Christ meldete sich daraufhin noch zu Wort und zitierte äußerst bemerkenswerte Worte: „...wer aber an mir sündigt, der verletzt seine Seele: Alle, die mich hassen, lieben den Tod.“

(36.) 19. August 2006 07:03 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
„Weg-schauende“ Glaubensgemeinschaften?
Es scheint in unserem „parteiendominierten“ Planet-Erde-System vor allem darauf anzukommen, zu erkennen, mit welchen „Gruppeninteressen vertretenden Honoratioren“ man sich „gut stellen“ sollte. Sich mit Einheits-Meinungsfähnchen „hinter“ solche „Honoratioren“ zu stellen und sie mit ihnen gemeinsam hochzuhalten, macht offenbar „unglaublich stark“. Wer nicht mitmacht, wird mit allen „passend erscheinenden Methoden“ ausgegrenzt. Ich nenne solche vorwiegend an „honoratioren-fürchtigen Aufmerksamkeiten“ interessierte Bündnisse respektlos „weg-schauende Glaubensgemeinschaften“. Warum?: Weil sie die dem jeweiligen „persönlichen WEG“ zu wenig Aufmerksamkeit schenken, auf dem sie zu ihren „glaubensgemeinschaftlichen Vorstellungswelten“ gelangt sind. Wird man so seinem „persönlichen Selbsthinschauen“ (und Selbst-Handeln) tatsächlich „gewachsen“?
Wer ist eigentlich „der letztendlich Zuständige“... für diese „honoratioren-fürchtigen Zustände“?

(37.) 19. August 2006 09:41 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Wer sich gerne „vergewissern möchte“, von welchen „Welten“ heute die „Ehre“ tatsächlich „in Beschlag genommen“ wird, der gebe doch mal das „altsprachige“ Wort HONORA in die Internet-Suchmaschine ein...
(Ich „glaube“ zur „Furcht“ kann man sich „anschließend durchfragen“.)


(38.) 19. August 2006 15:38 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Ultrakurz-Plädoyer für „integrative Geschehensbetrachtung“
1. Geschehen „Vorstellungen über Geschehen“ nicht?:
2. Tun wir so, als ob Geschehen „an einer ablesbaren Zeit-Skala entlang-geschehen“ würde und Zeit „gleichzeitig“ eine Art „absolut auslaufsicherer Behälter“ sei, in dem alles Geschehen „sich linear abspielt“?
3. Kann Geschehen „vergessen“?
4. In welcher „Form“ können wir Geschehen tatsächlich „behalten“?
5. Braucht Geschehen (z.B. Zeit als) „Bindemittel“?
Geschehen ist unvorstellbar hintergründig und absolut integrativ. Missachtetes und misshandeltes Geschehen zeigt „mit der Zeit“ schonungslos detailliert, wie Geschehen nicht aus sich rauslässt:
Solange wir unseren Projektionen mehr „zutrauen“ als dem Geschehen, führt uns die unbenennbare Integrationskraft des Geschehens unsere Idiotie vor Augen. (Wegschauen?)


(39.) 20. August 2006 10:06 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Meine Gewissheit (nicht nur „stille Hoffnung“) ist, dass die unentrinnbare Integrität allen Geschehens sich allen aufrichtig geschehensinteressierten Menschen zeigt, die Fragen als „anvertraute Geschehensbegleiter“ erkennen und behandeln. Ich bin wirklich nicht durch aufgeschriebene Texte auf die Notwendigkeit „integrativer Geschehensbetrachtung“ gestoßen worden. Der „Ort“, an dem sich Mitglieder religiöser Glaubensgemeinschaften „vereinigen“ sollten, ist eine „offene Anhöhe“, die einen so „weiten Blick“ ermöglichen sollte, dass wirklich kein Geschehen ausblendet wird: Wirkliche Kultur ereignet sich ZWISCHEN und nicht in irgendwelchen „religiösen Hochkultur-Dachkammern“.

Nachdem der „eher“ nichtlesende Text-Beantworter vom 16. August mir darauf sogar religionsgeschwängerten schwammigen Glauben statt Wissen vorwarf, lenkte ich die Aufmerksamkeit der „verbliebenen Themeninteressierten“ mit folgendem Beitrag auf die höchstverbreitete Vorstellungswelt der „fragenscheuen Letztworte haben Wollenden“ zurück – also punktgenau zum Forum-Thema.


(40.) 20. August 2006 12:05 schrieb Geschehensbeauftragter – wie andere auch...
Personenbezogene „Aufmerksamkeiten“ (fast) aller Art scheinen ständig über die nicht endgültig zu beantwortende Frage, „was geschieht eigentlich wirklich?“... das „letzte Wort haben“ zu wollen.
Gibt es sonst noch „irgendwelche Probleme“?

Am 21. August 2006 um 20:01 folgte der nächste und letzte Eintrag. Der Schreiber (vermutlich ein WDR-Redakteur, der unmittelbar anschließend um 20:01 Uhr das Forum schloss) machte auf eine Untersuchung aufmerksam und zitierte diese Sätze: Sandro Cattacin, der Leiter der Studie, sagte zu dem Ergebnis: «Man müsste direkt überlegen, wie man diese Leute besser nutzen könnte, sie wären ideale Vermittler zwischen verschiedenartigen Menschen.» Eine der Hauptaussagen der Studie sei, dass religiöse Menschen sich eher um sich selber kümmerten, Atheisten um andere.

Am 21. August 2006 20:01 schrieb internetredaktion
Wir schließen das Gästebuch und bedanken uns für die zahlreichen Einträge!
wdr.de
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Nachdem ich den Namen Sandro Cattacin in die Suchmaschine eingegeben hatte, staunte ich über diesen Text: In der groß angelegten Studie des Schweizer Nationalfonds zu den Entstehungsbedingungen des Rechtsextremismus und der Entwicklung von Lösungsansätzen zur Bekämpfung menschenfeindlicher Orientierungen wurde durch eine umfassende statistische Erhebung geprüft, ob Religion menschenfeindliche Haltungen verhindert oder fördert. Gefragt wurde nach Einstellungen gegenüber verschiedenen Gruppen wie Obdachlosen, Homosexuellen, Behinderten und auch Angehörigen des Islams und des Judentums.

Atheisten neigen nicht zum Antisemitismus
Es zeigte sich, dass religiöse Menschen menschenfeindlicher und intoleranter als die Gesamtbevölkerung sind. Atheisten, jene die weder einer Kirche angehören noch sich selbst als gläubig schildern, sind am weltoffensten.
Sandro Cattacin, der Leiter der Studie, sagte zu dem Ergebnis: «Man müsste direkt überlegen, wie man diese Leute besser nutzen könnte, sie wären ideale Vermittler zwischen verschiedenartigen Menschen.» Eine der Hauptaussagen der Studie sei, dass religiöse Menschen sich eher um sich selber kümmerten, Atheisten um andere.
Der Antisemitismus ist bei Katholiken, Protestanten und Muslimen größer als bei der Gesamtbevölkerung, wobei Protestanten und Muslime sich vor allem daran störten, dass Juden zu viel Macht hätten, während Katholiken dazu tendierten, Juden für ihre Verfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus selbst verantwortlich zu machen.
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Auf päpstliche Anordnung vom Februar 2008 wird für die Juden gebetet - Zitat: »... dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, als den Retter aller Menschen« 
Mein Beitrag zum SWR-Forum:
ERLEUCHTUNG für die offenbar „relativ düsteren HERZEN DES JUDENTUMS“?
geschrieben von: "was geschieht?"
(IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Mai 2008 10:09

Die Vorurteilsforschung wiederholt es weltweit ununterbrochen: (gruppen-)narzisstische Überlegenheitsvorstellungen (WIR-HIER-OBEN) definieren sich grundsätzlich über ein rücksichtslos „vorgestelltes DIE-DA-UNTEN“:
Welche BESONDERS ERLEUCHTETEN wurden im Februar 2008 VON WO-OBEN angewiesen, CHRISTLICHE ERLEUCHTUNG in die offenbar „relativ düsteren HERZEN DES JUDENTUMS“ betend „zu festgesetzten Zeiten“ von „GANZ OBEN“ zu ERBITTEN?

„Falschgläubiges“ Mosaisches Vertrauensbekenntnis?
Gut und Böse sind nicht „konkurrierende Mächte“.
Das lässt sich mit einiger Mühe relativ leicht zeigen. Die „Mühe besteht“ allerdings (fast) nur im aufmerksamen Lesen: Denn (nicht nur) ich habe „unglaublich erdrückendes Beweismaterial“ zusammengestellt, ohne zu ahnen, wie in meinen sorgfältigen Langzeit-Dokumentationen die „Macht des Bösen“ sich so „systematisch aktenkundig“ zeigen würde. Viele meiner Beiträge zum WDR-Forum „schulgesetzlich vorgeschriebene Ehrfurcht vor Gott“ als „Geschehensbeauftragter...“ sind fast wörtlich übernommene Tagebuchausschnitte zum Fragen-Komplex:
- Wohin führt ausflüchtige Unsachlichkeit?
- Kann man eine „faktenfreie Zukunft gewinnen“?
- Sind Gut und Böse „konkurrierende Mächte“?
Von der kaum widerlegbaren Einsicht,
- außer unvorstellbar einmaligem Geschehen geschieht nichts, und
- die „Macht des Bösen“ findet bis heute keinen Anfang und kein Ende, weil sie - unverbesserlich lernunwillig - unablässig nach nicht existenten „Fluchtlöchern“ aus dem Geschehen sucht,
bis zu einem streng namenlosen Monotheismus kann ich keinerlei „Abstand“ erkennen. Was diese „erkannte Abstands-Losigkeit“ mit „Glaubens-Vorstellungen“ zu tun haben soll, haben sich schon einige nachdenkliche Menschen gefragt - nicht nur ich.
Wenn ich gefragt werde, welchen Glaubens ich sei, antworte ich - wenn ich mich kurz fassen muss - meistens so: Ich bin völlig ungläubig - aber unerschütterlichen Mosaischen Vertrauens („ich werde dasein, als... ich dasein werde“), denn wo und wann lässt Geschehen nachweislich „aus sich raus“?

Kurze Frage und „rechtgläubig-religiöse Reaktion“?: Ein fast pausenlos im InterCity unüberhörbar zur Gottesmutter Betender erzählte mir ungefragt von seinen katholischen Glauben und fragte mich kurz vor unserem gemeinsamen Aussteigen, ob auch ich an Gott glaube. Auf meine sehr freundlich vorgetragene Standartantwort stieß er fürchterlichste antisemitische Verfluchungen aus, genau nach dem Muster, das in einer Studie des Schweizer Nationalfonds erwähnt wurde: „...während Katholiken dazu tendierten, Juden für ihre Verfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus selbst verantwortlich zu machen.“ Der gottesfürchtige(?) Katholik bezeichnete die NS-geplante Vernichtung des Judentums ausdrücklich als „Gottes Wille“!
„Ich wünsche Ihnen - trotzdem - Gottes Segen“, verabschiedete sich der antisemitische Katholik.
„Ich wünsche Ihnen alles unvorstellbar Gute - ganz ohne Trotzdem“, waren meine freundlichen „letzten Worte“...

Zu den verschiedenen „katholischen Glauben“, die dieser antisemitische Katholik ungefragt verkündete, gehörte – von mir völlig unkommentiert – vor allem auch der felsenfeste Glaube an die magische Wirkung von Heiligenbildern„getreu“ der suchbegriff-geeigneten Glaubensdurchführungsverordnung: 156. Es ist erlaubt und nützlich, die Bilder der Heiligen zu verehren.
(Seite1 aus  mit HILFE der ERBSÜNDE.pdf) 

2 Kommentare:

Blogger Bruno Reisdorff meinte...

Seit gestern ist eine deutliche Wende sichtbar: erkennbar an DREI - seit Karfreitag-Abend, 3. April 2015 - www-suchbegriff-geeigneten SÄTZEN:

Evangelische Kirche: "Trauer und Scham über Luthers krude Thesen"

EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm: "Lange die Tatsachen verdreht"

Die Evangelische Kirche distanziert sich deutlich von Martin Luthers antisemitischen Äußerungen.

4. April 2015 um 08:32  
Blogger Bruno Reisdorff meinte...

Was geschah WIE... bis zum Jahr 2015?:
Wirkliches Vertrauen, ein zugleich unfassbares und sehr konkret erfahrbares Zwischen-Phänomen, kann nur nach unablässig konkretem Bemühen in allen erkennbaren Zwischen-Bereichen des ewigen Geschehens/Werdens
WERDEN...

...und findet sich „da ein, wo“ sorgend und aufrichtig danach gefragt wird, was wirklich geschieht (geschehen ist)?

??? ??? ???

WIRD unaufhörlich-GEGENWÄRTIG BEWUSSTER, welcher »illusionäre Ungeist lernunfähig davon ausgeht«, Geschehen »in beherrschbare Zustände zergliedern zu können«, sodass »letzt↹endlich« nur primitiv↹lineare »Vorstellbarkeiten« übrig-bleiben... zur »dogmatisch↹ontologischen Endzustands↹Fixierung« starr↹gläubigster Folgsamkeits-»Bewegungen«??? ??? ???

1. Januar 2016 um 14:51  

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