13. Dezember 2009

Warum diese Internetseite?

Nach ungläubiger Ratlosigkeit und langem Suchen fand ich Ende 2007 eine überraschend einleuchtende Erklärung dafür, warum die Mehrheit der von mir befragten Menschen zumindest mündlich offen zugab, sich kaum für erkennbares Geschehen zu interessieren, sondern den oft versimpelnd „geschehensfernen Vorstellungswelten entscheidender Kreise“ fragenscheu Glauben schenkte. Man kann detailliert nachlesen, nach welchen »IDEEN«* diese Menschen seit über 1500 Jahren „religiös gemeint“ dazu erzogen wurden, fragenoffenes Geschehensinteresse zu vermeiden, um „möglichst felsenfest“ an anschaulich vorgestellte Fehlerlosigkeitszustände zu glauben.  
 (Seite1 aus  mit HILFE der ERBSÜNDE.pdf)

*WER begann WARUM, »mithilfe« der ERBSÜNDE »absolut unveränderliche Fehlerlosigkeitszustände anzubeten«?pdf Dass diese "erbsündige April-2009-Datei"
auf der 2. Seite in wenigen ROTEN BUCHSTABEN
exakt das Problem-THEMA
der Deutschlandfunk-Sendung vom 7. Februar 2010
HYBRIS UND CHEMIE oder: DIE GEDOPTE GESELLSCHAFT (von INES GEIPEL) anspricht, hat mich selbst unglaublich überrascht.
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INHALTS-ÜBERSICHT.pdf
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Und WARUM ist mit diesem www-veröffentlichtengrundsätzlich kein »endgültiger Abschluss« möglich?

Weil das vollkommen-unzertrennliche GESCHEHEN/WERDEN seine ZWISCHEN-schöpferische FRAGEN-OFFENHEIT niemals aufgibt
(SIEHE: absurde GESCHEHENS-Entfernungsversuche.jpg),

können beachtenswerte (dia)LOGISCHE FOLGEN niemals »ausbleiben« ...

- wie z.B. die Deutschlandfunk-Sendung vom 7.2.2010:
HYBRIS UND CHEMIE oder: DIE GEDOPTE GESELLSCHAFT (von INES GEIPEL), die als Text oder mp3-Datei mit Mausklick auf LINK zum fragenscheuen HOMO OPTIMUS.pdf in Sekundenschnelle über www.dradio.de erreichbar ist...

... Es bleibt also scheinbar »VOLL-kommen UN-veränderlich« ...
der röhrenblickartig an banalen Erfolgsvorstellungen interessierte
Einzel-Mensch, der (oft mit Gleich-»Gesinnten«) immer wieder als „geschlossenes Bedürfnis-System aller-oberster Priorität“ »sich selbst-bewertet«, sich mit überkommenen Überlegenheits-, Hoffnungs- und Sieges-Symbolen zu seiner primitiv-linearen (Gold-Kalb-)Glaubensvorstellungswelt bekennt – und so seine banale Illusions-Welt »grundsätzlich-nicht-hinterfagen-wollend« sogar banal-symbolisch „vor aller Welt“ entlarvt. Es gibt seit Menschengedenken offenbar keine einzige »wirklich NEUE« Dummheit – beispielhaft in Wort und Bild erkennbar über hohe INTELLIGENZ sogenannter "einfacher" Menschen.pdf (und anschließende "Zweckbehauptungsfolgen"-Dokumentationsreihen).
Dass sich jede Generation am Ende einer langen Fehlentwicklungs-Tradition wiederfindet, sollte man spätestens zu Beginn des dritten Jahrtausends dankend zur Kenntnis nehmen – und „nun-endlich“ mit dialogischen Lernschritten antworten.
Denn das generationenübergreifend »systematische Wegbeißen« peinlich anmutender Geschehens-»Teile« hat sich bisher für keine »einzige« noch so verheißungsvoll angepriesene »ZUKUNFT« bewährt.

5 Kommentare:

Blogger Bruno Reisdorff meinte...

„...so sagt man mit Recht...“???

Schon alleine diese in
„SUMME DER THEOLOGIE“

- sogar zur SITTLICHEN WELTORDNUNG -

übernommene
„Feststellung“
offenbart ein sehr fundamentales Desinteresse an der „WIE-GESCHIEHT?“-Frage.
Das »felsen-feste Aufrechterhalten« der „nach UNTEN ziehenden Verderbtheit der Natur“ braucht als Gegenpol offenbar den Anforderungs-Maßstab des absoluten Fehlerlosigkeits-Zustandes, der auf „der vorgestellten HÖCHST-Stufe der absoluten Vollkommenheit“ angeblich »antreffbar« sein soll – mit welchem So-sagt-°man(n)°-»Recht«?

Als „verdichtete Antwort“ aus „SUMME DER THEOLOGIE“
nur dieser Satz:

„Und deswegen sagt man vom Menschen, er sei zwar nicht das vollkommene, aber das unvollkommene Ebenbild Gottes.“

Zur Frage, wie von Gott „ein Ding an der Naturordnung vorbei ins Sein hereingebracht werden kann“, gibt Thomas von Aquin diese »übernatürliche Auskunft«:

„Da allein von Gott, welcher der Erbauer der Natur ist, ein Ding an der Naturordnung vorbei ins Sein hereingebracht werden kann, so konnte von ihm allein das Weib aus der Mannrippe gestaltet werden.“

17. Juli 2012 um 10:57  
Blogger Bruno Reisdorff meinte...

„...SO SAGT MAN MIT RECHT...“???
Aus
81. Untersuchung – DIE URSACHE DER SÜNDE AUF SEITEN DES MENSCHEN:
„Da allein die erste Sünde des Erstmenschen die Natur verderbt hat,… SO SAGT MAN MIT RECHT, allein die erste Sünde des Erstmenschen leite sich auf die Nachkommenschaft über.“

Obige Erbsündigkeits-Aussage wird bis heute als „absolut feststehende Wahrheit“ verehrt, obwohl ihrem Autor (er starb am 7. März 1274) bekanntlich drei Monate vor seinem Tod bewusst wurde, dass und warum er „Stroh geschrieben“ hatte; denn er begründete seine Weigerung, wie bisher... mit der Seins-Ordnungs-Darstellung weiterzumachen, worauf ihm seit dem 6. Dezember 1273 offenbar „römisch-katholisch nicht mehr geglaubt“ wurde.

Hier der „ganze Satz“ aus SUMME DER THEOLOGIE – 2ter Band: DIE SITTLICHE WELTORDNUNG – Feststellung (2):
„Da allein die erste Sünde des Erstmenschen die Natur verderbt hat (weshalb sie auch die Sünde der Natur und der Abstammung heißt), seine übrigen dagegen, gerade wie auch alle Sünden der anderen Menschen, allein die Person, nicht die Natur beschädigen (weshalb sie auch rein persönliche genannt werden), so sagt man mit Recht, allein die erste Sünde des Erstmenschen leite sich auf die Nachkommenschaft über.“

26. Januar 2013 um 22:28  
Blogger Bruno Reisdorff meinte...

Anstelle eines Kommentars zur bis heute üblichen „hemmungslos-sentimentalisierenden ANBETUNG VON UNSCHULDS-WEISSE“ → und der »entsprechend fragenscheu ausgrenzenden Traditions-Pflege« von „VERTEUFELUNG VON SCHULD-SCHWÄRZE“:
Zur bis heute andauernden AUGUSTINISCHEN DE-CIVITATE-DEI-Bewertungs-Tradition des „URSTANDS DER UNSCHULD“ – ein „Urstand“, der durch die erlösungs-abhängig machende Erbsünde von „der Verderbtheit der Natur“ bis heute… »zeitgemäß autoritätsgläubig verdrängt wurde«, folgt „als letzter Absatz“ LETZTER ABSATZ der 98. Untersuchung DIE ERHALTUNG DER ART, abgetippt aus SUMME DER THEOLOGIE, und zwar aus einer »unveränderlich zeitgemäß autoritätsgläubig« kommentierten Ausgabe des Jahres 1934 unter der ÜBERSCHRIFT-Frage:
Hätte es im Unschuldsstand die Fortpflanzung durch die Begattung gegeben?
(…)
Zu 4. Augustinus sagt 14. De Civ. Dei (26): Im Urstand „wäre der Gatte ohne jede Zerstörung der Unversehrtheit in den Schoß der Gattin gedrungen. Ohne Versehrung nämlich des weiblichen Geschlechtsgliedes konnte der männliche Samen in den Schoß der Frau kommen, wie es jetzt möglich ist, daß die gleiche Unversehrtheit gewahrt wird, wenn der jungfräuliche Schoß das Monatsblut abgibt. Wie nämlich zur Geburt nicht das Schmerzgestöhn, sondern der Drang der Reife die weiblichen Glieder gelöst hätte, so hätte zur Empfängnis nicht die Begehr der Lust, sondern der Gebrauch des Willens die beiden Naturen verbunden“.

27. Januar 2013 um 11:48  
Blogger Bruno Reisdorff meinte...

Dass von nicht wenigen Theologen über THOMAS VON AQUIN bis HEUTE behauptet wird, er habe dringend empfohlen, DIE ÖFFENTLICHKEIT NICHT über seine späten Offenbarungserfahrungen ZU INFORMIEREN, halte ich für eine BÖS-ARTIGE ZWECKBEHAUPTUNG. Dass THOMAS VON AQUIN seine letzten drei Lebens-Monate »IN DEMENTEM ZUSTAND verbracht haben soll«, ist ebenfalls bis HEUTE eine „in einigen Theologen-Kreisen“ nachlesbar »gepflegte Ansicht«.
Zu diesem m.E. fast „unlösbaren Zweckbehauptungsfolgen-Problem“ ein inzwischen „5 Jahre alter“ Eintrag aus meiner (am 28. Januar 2006 begonnenen) Aufzeichnungssammlung:

Alles geschieht zwischen – jedoch nicht „innerhalb“ raumzeitlicher Abständigkeit.

Die katholische Kirche bewertet seit Thomas von Aquin sehr dogmatisch GESCHEHEN als „nachrangig“ gegenüber dem – laut Platon&Aristoteles – angeblich „unveränderlichen Sein“. Es liegt ihr dogmatisch „zweifelsfrei fern“, sich zur „Frage als vom Geschehen selbst anvertrauten Geschehensbegleiter“ zu bekennen. Stattdessen bekennt sie sich zum WEGEN seiner unüberbietbaren Vollkommenheit UNVERÄNDERLICHEN (meint dabei „Gott“) – und folgt damit traditionellen Seins-Vorstellungs-Mustern, für deren kirchlich-verbindliche Festlegung der Kirchenlehrer Thomas von Aquin schon kurz nach seinem Tod heilig gesprochen wurde. Leider hat die Kirche ihrem Lehrer Thomas von Aquin genau seit dem Zeitpunkt nicht mehr geglaubt, als er Ende 1273 sehr weise erkannte, dass er „Stroh geschrieben“ hatte. Er wollte deshalb alle seine Bücher verbrennen – vergeblich! Denn seine auf Aristoteles zurückgreifende „göttliche Seins-Ordnung“ ließ sich machtpolitisch „blendend verwerten“:
Was nicht den „scholastischen Vorstellungswelten entscheidender Kreise“ entspricht, »konnte ab sofort« – den Vorstellungswelten entscheidender Kreise entsprechend – mit allen »passend erscheinenden Mitteln aus dem Geschehen entfernt« werden. Die gegen Geschehen gerichteten Mittel erster und letzter Wahl sind Lüge und Mord. Beide sind prinzipiell dokumentierbar.
Statt sich um eine „integrative Geschehensbetrachtung“ zu bemühen, scheint man seitdem »seins-fundiert«, geschehensüberlegene Zustände »folgenreich zementieren zu können«. Nüchterne Wachsamkeit wurde mit „vorgestellten Fehlerlosigkeits-Zuständen“ nachhaltig „kirchlich verhindert“. Der Fehler wurde „erbärmlich verteufelt“ – zulasten der Vernunft. Denn aus Fehlern kann man geradezu „extrem sachbezogen“ dazulernen.

28. Januar 2013 um 10:46  
Blogger Bruno Reisdorff meinte...

Aus meiner Email vom 26. März 2015 um 13:58 Uhr:
Das Problem des Fundamentalismus ist tatsächlich "im Prinzip durchweg" das gleiche... Was bis heute aber fast immer übersehen wird, ist, dass das Problem der "erbsündigen Verderbtheit der Natur" zwar von AUGUSTINUS vor etwa 1700 Jahren in die christlich-gläubige Welt zweckbehauptet wurde - im Prinzip aber auch im Islam zu erkennen ist... an dem Verhüllenmüssen der Frauen vor "Männern wie Augustinus", der - weil er sich selbst als "rein hormongesteuertes Wesen" und entsprechend "geschossenes Abhängigkeits-System" missverstand... - kurzschlüssig die freie Entscheidungsmöglichkeit des Menschen als "allein vom Teufel herstammend" für ewig festlegte.

27. März 2015 um 12:43  

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