8. Juli 2009

Der Einleitungstext der Enzyklika CARITAS IN VERITATE ...

...lässt – auch wenn in diesem Schreiben die endgültig-dogmatische Festlegungs-Grenze zwischen natürlichem und übernatürlichem GESCHEHEN/WERDEN unverändert aufrechterhalten wird – in seiner (bisher folgenreich) unerhörten dekalogischen Sinnkonsequenz (siehe unter 4.: "Denn die Wahrheit ist „lógos“, der „diá-logos“ schafft und damit Austausch und Gemeinschaft bewirkt.") aufhorchen:

So fügen sich – erkennbar anders als in den zur fragenscheuen Folgsamkeitserzeugung „katholisch & evangelisch abgesegneten“ Rudimentär-Versionen
zur
(1.) Einzigartigkeit (Geschehen bleibt unzertrennlich),
(2.) Unterscheidung zwischen
(gerade auch als persönlicher
Auftrag, denn Geschehen zwischen ist nicht
vorstellungskompatibel)... und zur
(3.) absoluten Unentrinnbarkeit als
(4.) sehr beachtenswert und
(5.) VERTRAUEN stiftend

(nach den unvermeidlichen Verboten 6, 7, 8)
(9.) die unerlässliche Wahrheitsliebe und
(10.) die notwendige Warnung vor „Faszination pur“:

Es gibt (entgegen weit-verbreiteten religiös-gemeinten Glaubensvorstellungen) weder Gegengeschehen noch Gegenwahrheiten!!!... etwa als theologisch-seelsorgerisch gemeinte "Gegenwahrheiten aus der Hausapotheke der Gewissheiten" (im Festhalte-Glauben daran, dass für Notfälle „beizeiten angeschaffte Aufnahmen der Vergangenheit“ nach Bedarf das authentische Geschehen „gegenwahrheitlich-tröstend ersetzen“ können?) – u.a. nachlesbar in gegen-wahrheitliche VERTRÖSTUNGEN.pdf.

Die unbenennbare Integrationskraft allen GESCHEHENs/WERDENs ist in erkennbar unermesslicher Geradlinigkeit allgegenwärtig:
1. Es gibt nichts anderes als einmalig-unvergleichliches Geschehen/Werden. Über (oder unter) Geschehen/Werden oder an Geschehen/Werden vorbei geschieht/wird nichts.
2. Alles geschieht zwischen – nirgendwo sonst. (Auch Materie geschieht so; Raumzeit ist keine Grund-Voraussetzung für Geschehen/Werden – sondern äußerst hintergründige Folge von Geschehen/Werden.) Einmalig-unvergleichliches ZWISCHEN-GESCHEHEN ist nicht vorstellungs-kompatibel; man sollte also Geschehen/Werden keinesfalls „an bestimmten Stellen verankern“ wollen.
3. Geschehen ist absolut integrativ; auch >so tun, als ob nie geschehen< geschieht (oft als >interne Absprache< – leider! extrem oft aus puren Selbstdarstellungs-Gründen). Die erkennbar unermessliche Geradlinigkeit des Ewig-Gültigen entlässt niemals, sie ist vielen Menschen (noch) nicht bewusst – aber sie WIRD allen Menschen irgendwann bewusst. Sie lässt sich nichts vormachen.
4. Man sollte 1.-2.-3. über das Zurechtfinden im Alltäglichen „nicht einfach vergessen“ wollen.
5. Wirkliches VERTRAUEN, ein zugleich unfassbares und sehr konkret erfahrbares Zwischen-Phänomen, KANN NUR nach unablässig konkretem Bemühen in allen erkennbaren Zwischen-Bereichen des ewigen Geschehens/Werdens
WERDEN... 

(6. Morde nicht. 7. Buhle nicht. 8. Stiehl nicht.)
9. und findet sich da ein, wo sorgend und aufrichtig danach gefragt wird, was wirklich geschieht (geschehen ist).
10. Man sollte sich nicht von Attraktionen (verschiedenster Art) faszinieren lassen. Sonst besteht die Gefahr, gierig zu werden und „Wesentliches vergessen“ zu wollen...

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Wie mir diese unglaublich hintergründige Sinnkonsequenz der vollkommen! integrativen Unentrinnbarkeit des Geschehens/Werdens aufgefallen ist,
ist in Mosaische BEWUSSTWERDUNGs-FOLGE.pdf nachlesbar.
Liebe zur Wahrheit und brennendes Geschehensinteresse bleiben unzertrennlich – WIE GESCHEHEN: Als „besonders beachtenswert“ ist mir beim ersten Durchlesen der Enzyklika CARITAS IN VERITATE u.a. die unter 3. (absolute Unentrinnbarkeit) unüberlesbare Kritik am Fideismus der Traditionalisten aufgefallen: „Die Wahrheit befreit die Liebe von den Verengungen einer Emotionalisierung, die sie rationaler und sozialer Inhalte beraubt, und eines Fideismus, der ihr die menschliche und universelle Weite nimmt.

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